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> Deutschland öffnet die Tür für Fachkräfte aus Nicht-EU-Ländern

Der deutsche Arbeitsmarkt leidet seit einigen Jahren unter einem Mangel in mehreren Bereichen. In allen Bereichen gab es 2019 1,2 Millionen unbesetzte Stellen auf dem deutschen Arbeitsmarkt (für weitere Informationen verweisen wir auf [4]).
Der deutsche Arbeitsmarkt hat in den Bereichen Naturwissenschaften, Technik, Ingenieurwesen und Mathematik (STEM) sowie Gesundheitswesen sogar einen sehr großen Mangel. Laut [1, 2] sind in Deutschland 500.000 MINT-Stellen zu besetzen. Darüber hinaus wird erwähnt, dass die deutsche Industrie im Oktober 2018 einen Mangel an 337.900 Arbeitnehmern verzeichnete und sich der Fachkräftemangel in diesen Bereichen in den letzten drei Jahren verdoppelt hat. Wenn wir die Zahl der im Gesundheitssektor benötigten Personen addieren, wird diese Zahl noch viel höher sein. Die Zeitung "Die Welt" hatte bereits berichtet, der Fachkräftemangel könne Deutschland rund 30 Milliarden Euro kosten.


Neue Regeln, um hochqualifizierte Arbeitskräfte aus Nicht-EU-Ländern anzuziehen

Um dem oben genannten enormen Fachkräftemangel zu begegnen, hat die Bundesregierung neue Regeln erlassen, um Beschränkungen für Fachkräfte von außerhalb der Europäischen Union zu lockern, die eine problemlose Einwanderung nach Deutschland ermöglichen. Die Regeln werden voraussichtlich Anfang 2020 gültig sein.

Wie unterscheiden sich diese Regeln von den aktuellen Regeln?

Derzeit müssen die Unternehmen nachweisen, dass Stellen, die Nicht-EU-Arbeitnehmern angeboten werden, weder von deutschen noch von EU-Arbeitnehmern besetzt werden können. Glücklicherweise wurde diese Regel jetzt durch die neuen Regeln geändert, und es ist nicht erforderlich, diese Voraussetzung zu erfüllen, bevor die vom Unternehmen angebotenen Stellen besetzt werden. Dies gilt insbesondere für die Bereiche mit hoher Nachfrage und Engpässen wie IT und Engineering. Es ist erwähnenswert, dass die Facharbeiter andere Anforderungen erfüllen müssen, die im nächsten Abschnitt unten erwähnt werden.

Welche Voraussetzungen müssen Nicht-EU-Fachkräfte erfüllen, um in Deutschland arbeiten zu können?

Die Bundesregierung plant, im Jahr 2020 in den jeweiligen Botschaften in diesen Ländern neue Visa für hochqualifizierte Arbeitskräfte aus Nicht-EU-Ländern auszustellen. Um dieses Visum zu beantragen, müssen die interessierten Bewerber jedoch folgende Voraussetzungen erfüllen:

Der Kandidat muss die Dokumente und Zertifikate offiziell anerkennen lassen. Wie auf der offiziellen Regierungswebsite [5] erwähnt, können Sie bereits in diesem Jahr mit dem Anerkennungsverfahren für Ihre Dokumente beginnen, noch bevor die neuen Regeln 2020 eingeführt werden.

Sobald der Bewerber mit der Anerkennung fertig ist, kann er ein Arbeitsvisum beantragen, um direkt ein Stellenangebot anzunehmen, falls der Bewerber bereits einen Vertrag bei einem Unternehmen hat. Andernfalls können Bewerber mit ausreichenden Deutschkenntnissen (Niveau B2) und ausreichender finanzieller Unterstützung das Visum mit einer Zulage von bis zu sechs Monaten beantragen, um eine Stelle in Deutschland zu finden.

Falls die Qualifikationen der Bewerber teilweise anerkannt werden, können die Bewerber auch das Visum für die Weiterbildung und die Prüfung der deutschen Sprache erhalten.


Was bedeuten diese Regeln für Nicht-EU-Fachkräfte?

Diese neuen Regeln können als gute Nachricht für hochqualifizierte Arbeitnehmer außerhalb der EU angesehen werden, da die deutschen Unternehmen keine Hindernisse haben werden, ihnen Arbeitsverträge anzubieten. Dies bedeutet, dass mehr Unternehmen dazu ermutigt werden, den Kandidaten Stellenangebote anzubieten, wodurch die Zahl der eingestellten Fachkräfte außerhalb der EU steigt. Andererseits können die hochqualifizierten Kandidaten jetzt problemlos nach Deutschland kommen und bis zu sechs Monate auf der Suche nach einer geeigneten Stelle verbringen.

Was sind die Vorteile der neuen Regeln für die deutsche Wirtschaft?

Die Bundesregierung geht davon aus, dass die neuen Vorschriften dazu beitragen werden, die Lücke auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu schließen, indem jährlich 25.000 Fachkräfte eingestellt werden [4]. Beispielsweise können IT-Unternehmen jetzt problemlos qualifizierte Kandidatenverträge anbieten.

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[1] https://www.hannovermesse.de/en/news/news-overview/500000-stem-positions-are-vacant-108034.xhtml
[2] https://www.arbeitgeber.de/www/arbeitgeber.nsf/res/Mint-Herbstreport%202018.pdf/$file/Mint-Herbstreport%202018.pdf
[3] https://www.welt.de/wirtschaft/article175699077/Fachkraeftemangel-kostet-Deutschland-30-Milliarden.html
[4] https://www.deutschland.de/en/topic/business/the-skilled-labour-immigration-act-working-in-germany
[5] https://www.auswaertiges-amt.de/en/einreiseundaufenthalt/feg

Photo by Shridhar Gupta on Unsplash